Partnerschaft Klein-Winternheim - Muizon
Partnerschaft Klein-Winternheim - Muizon

Auf Goethes Spuren

Übersetzung des Artikels aus der Tageszeitung „Union“ vom 14.10.2013 (Original Artikel anbei im pdf Format zum download, leicht gekürzt)

Bei ihren diesjährigen Besuch haben die Deutschen einen Umweg über Valmy gemacht, wo Goethe Zeuge der berühmten Schlacht war.

Am letzen Wochenende haben die Einwohner von Muizon die Bürger von Klein-Winternheim empfangen, mit denen sie seit nunmehr 32 Jahren eine Partnerschaft verbindet.

Das diesjährige Treffen begann schon in Sainte Menehould , leider im Regen, aber alle trugen doch die Sonne im Herzen: rund 70 Personen, aus beiden Dörfern kommend, haben sich hier getroffen, um gemeinsam einen Teil der Geschichte dieser schönen Stadt am Rande des Argonner Waldes zu erkunden.

Zunächst aber gab es ein gemeinsames Mittagessen mit regionalen Spezialitäten, danach wurde unter kundiger Führung auf Deutsch und Französisch das an architektonischen Kunstwerken reiche Städtchen besichtigt.

Auch die Weinlese steht auf dem Programm

Nach dem Besuch von Sainte Menehould fuhren alle gemeinsam nach Valmy, auf Goethes Spuren, der an dieser berühmten Schlacht als Beobachter teilgenommen hatte, leider waren die Wetterverhältnisse 2013 genauso schlecht wie seinerzeit 1792.

Am nächsten Morgen zeigte sich aber die Sonne wieder. Und dieses Mal machte sich eine noch größere Gruppe auf in das Dörfchen Trigny, um die modernen Champagnerverarbeitungsanlagen der dortigen Winzergenossenschaft zu besichtigen.

Anschließend machten alle, Klein-Winternheimer und Muizoner, einen Spaziergang durch die Weinberge hin zum idyllisch gelegenen Weingut der Familie Forest, um dort deren excellenten Champagner zu verkosten.

Germain Renard, der Bürgermeister von Muizon, ließ diese Gelegenheit beim edlen Champagner nicht verstreichen, ohne auf die langjährigen freundschaftlichen Bande zwischen diesen beiden Dörfern mitten in den Weinbergen hinzuweisen.

Schon am Nachmittag mussten alle leider wieder Abschied voneinander nehmen. Aber sie werden sich im nächsten Jahr in Klein-Winternheim wiedersehen.

MLT.

Auf Goethes Spuren
Sur les pas de Goethe, 14.10.2013.pdf
PDF-Dokument [612.2 KB]

Unsere Fahrt nach Muizon am 5./6. Oktober 2013

Einem Artikel von Alain Vecten muss man eigentlich nichts mehr hinzufügen, er beschreibt genau, was unsere Freunde aus Muizon uns an Programm geboten haben und vergisst auch das Atmosphärische nicht, das nicht nur zwischen den Zeilen aufblitzt.

Aber gerade diese Atmosphäre, die wunderbare Stimmung während des gesamten Besuches, treibt mich, den Worten meines Vorredners noch einige hinzuzufügen.

Vom ersten Moment an, als der Bus in Sainte Menehould eintraf und wir ein bisschen desorientiert nach dem gemeinsamen Treffpunkt suchten, waren wir umgeben von der Herzlichkeit und Fürsorge unserer Freunde. Natürlich stand schon einer an der ersten Straßenkreuzung und wies uns den richtigen Weg, obwohl wir von einer ganz anderen Richtung ins Städtchen eingefahren waren, als ausgemacht war. Nach der ausgiebigen Begrüßung mit natürlich sehr vielen grosses bises, fuhren wir zum Ort, wo das Mittagessen eingenommen werden sollte, und wir waren überrascht und gerührt, wie liebevoll die Tische gedeckt und alles für uns vorbereitet worden war.

Das Essen war von einem Caterer geliefert worden, aber die Muizoner hatten alles gerichtet und bedacht und sie litten nicht, dass auch nur einer für kurze Zeit den Teller oder das Glas leer vor sich stehen hatte. Das Menu war unter Berücksichtigung der Besonderheiten aus dem Argonner Wald zusammengestellt worden, da fehlte nicht das Bier von Valmy noch die Paté aus Schweinsfüßen.

So harmonisch wie alles begonnen hatte, verlief nicht nur das gemeinsame Mahl, sondern das ganze Wochenende, auch wenn das Wetter uns am Samstag einfach nicht hold sein wollte. Das tat der Stimmung keinen Abbruch, wohl aber ein wenig dem Programm, denn mit der Gegend um den Argonner Wald, Valmy und der Champagne-Ebene, die wir durchfuhren, lernten wir nicht nur urtypische französische Provinz kennen, sondern vor allem das Land, das Jahrhunderte lang geprägt war durch die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Franzosen und das noch heute gezeichnet ist von den Gräueln des ersten Weltkrieges, denn gerade in den Argonnen liegen die Schlachtfelder und die Soldatenfriedhöfe dicht bei dicht.

Vor diesem Hintergrund kann man die 32-jährige Partnerschaft zwischen unseren beiden Dörfern, die längst zur herzlichen Freundschaft geworden ist, kaum hoch genug veranschlagen. Die Kriege sind fast vergessen, und damit der Grund, sich zu versöhnen, vor allem bei der jungen Generation, und das ist vielleicht gut so. Aber es gibt Gründe genug, die Freundschaft mit den Muizoner Bürgern zu erhalten und weiter zu pflegen. Europa driftet gerade auseinander, Nachbarn werden sich fremd, umso wichtiger ist es, eine bestehende Partnerschaft weiter zu beleben.

Und dann nicht zuletzt: es macht einfach großen Spaß, mit den Muizonern in herzlicher Atmosphäre zusammen zu sein und ein oder auch mehrere Gläschen Champagner auf unsere schöne Freundschaft gemeinsam zu leeren!

Marie-Luise Taube

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